Mit dem VW-Bus durch… SCHOTTLAND #2

Sonntag, 11. Oktober 2015

Ich befand mich weiterhin an Bord der DFDS Seaways. Um 7.30 Uhr wurden wir von einem Klingeln und einer sanften Stimme geweckt. Das Klingeln erinnerte mich an meine Schulzeit.
Ich ging ins Bad und machte mich frisch, um anschließend noch auf der Fähre zu frühstücken, da wir für längere Zeit nichts essen werden.

Frühstück wurde im Lighthouse Café angeboten und es gab eine gute Auswahl. Meine Begleitung und ich wählten das englische Frühstück. Dies bestand aus Toast, Baked Beans, Rührei, Würstchen und Kartoffelnuggets. Dazu wählten wir einen Kaffee.

Nach dem Essen genossen wir noch den Sonnenaufgang an Deck, bevor der Check-Out um 9.30 Uhr begann. Die Ankunft auf dem Festland in England/Newcastle war gegen 10 Uhr.

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road to scotland

Nun ging das Abenteuer los und die Rundreise durch Schottland konnte beginnen. Ehm Moment… Noch hatten wir englischen Boden unter den Füßen.

Da wir nicht die Schnellstraßen fahren wollten, fuhren wir einmal quer von rechts nach Links.
Ausgangspunkt war Newcastle und so fuhren wir über Corbridge an Carlislie vorbei nach Mossband. Zwischen Mossband und Gretna Green befindet sich die Grenze zu Schottland.

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Fàilte gu scotland.

Wir hatten es geschafft! Die erste Pause machten Flo und ich bereits in Schottland an irgendeinem See/ Fluss. Dort gab es dann etwas zu futtern, um gestärkt weiter fahren zu können.

Pause
Pause

Die Fahrt ging weiter über Dumfries, Newton Stewart, Stranraer, Ballantrae, nach Turnberry, um dort die „große“ Straße zu verlassen um nach Maidens zu kommen. Zwischendrin machten wir noch einmal eine kleine Pause, um die Füße zu vertreten.

Das Wetter war besser als erwartet. Es war zwar bewölkt und nieselte immer wieder einmal, dennoch hatten wir um die 14 Grad.

Unser erstes Ziel war das Culzean Castle in Culzean. Dort wurden wir mit einer schottischen Hochzeit und Dudelsackspielern begrüßt. Nachdem wir das Schloss und den weitläufigen Schlossgarten besichtigt hatten, gingen wir zurück zu unserem VW-Bus, der von mir in der Zwischenzeit den Namen „Bruno“ bekommen hatte. (Also, wenn ich von Bruno rede, ist es der Bus 😉 )

Da es schon langsam gegen Abend ging, sollten wir langsam einen geeigneten Schlafplatz suchen. Diesen fanden wir in der Nähe von Seamill mit Meeresblick. Natürlich fuhr Flo immer schön an der Küste entlang. Schnellstraßen wollten wir meiden, um möglich viel zu sehen.

Nun wurde erst einmal der Bus richtig eingeräumt und Platz geschaffen, damit wir in Bruno auch Leben konnten. Und natürlich auch kochen zu können. Da wir Lebensmittel aus dem Allgäu mitgenommen hatten, mussten wir unterwegs ja nicht anhalten, um einzukaufen. Ich bereitete Nudeln mit Pesto zu und Flo richtete unser Schlafplatz her.

Nach dem Essen planten wir den nächsten Tag und ließen den Abend gemütlich ausklingen. Wir gingen recht früh ins Bett, da es an diesem Tag die längste Strecke zu fahren war.

Nachts wurde ich durch Regenfälle und kräftigem Wind mal wach und ich dachte mir:

Willkommen in Schottland

Tag 1
an Tag 1 zurück gelegte Strecke

 

Montag, 12. Oktober 2016

Wir, dasFlosen und ich, waren voller Tatendrang und standen um 6.30 Uhr auf. Es regnete nicht mehr.

Ich kochte Kaffee und Flo ging an´s Meer zum fotografieren. Flo und der Sonnenaufgang. Da könnte die Welt untergehen und er würde den Sonnenaufgang fotografieren wollen. Naja, wir hatten ja Zeit… Soll er doch. 😀
Zwischendurch kam er mal zum frühstücken zurück. Dort fiel ihm auf, dass wir den ersten Schaden am Bus hatten. Oh nein! Es fehlte an der Beifahrerseite vorne eine Plastikabdeckung an der Stoßstange. So ein kleines Teil.
Ich blieb bei Bruno, hab mich gemütlich gerichtet, Kaffee getrunken, nochmal Kaffee für die Fahrt gekocht, Vesper für den Tag gerichtet und den Bus abfahrtbereit gemacht.

Nachdem Flo auch fertig war, konnten wir los fahren. Ich muss dazu noch sagen, dass er auch ein paar Fotos mit meiner Kamera für mich gemacht hat. 😉 Danke dafür, denn sonst hätte ich von diesem Morgen keines.

Das erste Ziel war an diesem Tag in Largs der Pencil Point. Dort waren wir fast den ganzen Vormittag. Wir machten einen Spaziergang am Meer, schauten uns den Pencil Point an und genossen die Wärme der Sonne.

Bruno führte uns anschließend durch Greenock, Dumbarton, Arden am Loch Lomond vorbei nach Luss. In Luss war der nächtes Stopp und wir schlenderten durch das schnuckelige und kleine Dorf. Dort trafen wir auch die ersten Touristen. Leider war die Kirche, die Luss Parish Church geschlossen und ich musste draussen bleiben.

Es ging weiter in den Norden nach Tarbet, um dann auf der A83 nach Inveraray zu gelangen. In Inveraray waren wir am Castle Inveraray. Dieses Castle haben wir nur von aussen angesehen, da wir keinen Eintritt bezahlen wollten. Ja, ich bin ein Schwabe! 😀

Flo fuhr den River Aray auf der A819 entlang nach Cladich, dort sahen wir die ersten Highland Cattle´s. In echt sehen die ja noch süßer aus! Ich will so ein Rind zu Hause haben!!! Scheiss auf Pferde! Ich will eine Zottelkuh! 😀 😀

Irgendwo zwischen Cladich und dem Kilchurn Castle, mitten in der Pampa auf einem Berg stand auf einem Rastplatz und Aussichtspunkt ein Imbisswagen. Da es gerade Mittagszeit war, legten wir eine Pause ein und kauften uns einen Chicken Burger. Boah war der lecker! Das hätte ich dort nicht erwartet. Nicht von einem Imbiss mitten in der Pampa.

Aussicht vom Imbiss
Aussicht vom Imbiss

Nach dem Snack fuhren wir weiter am Kilchurn Castle vorbei, nach Ganavan. Dort hatten wir den perfekten Schlafplatz direkt am Meer mit einem super schönen Strand gefunden. Aber, dort durfte man nicht übernachten. Es klaffte ein großes Schild hervor und auf diesem stand „no overnight parking“.

Wir fuhren südlich nach Oban und wurden noch südlicher in Gallanach fündig.

Da ich am Vortag zu viele Nudeln abgekocht hatte, gab es an diesem Abend nochmal Nudeln mit Pesto.
Wie einen Tag zuvor schmiedeten wir nach dem Abendessen den Plan für den nächsten Tag und wir gingen zufrieden schlafen.

Strecke von Tag 2
Strecke von Tag 2

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