Neuigkeiten eines einarmigen Banditens

Halli, Hallo, Hallöchen!

Nachdem ich mir am Montag, 20. Januar die Zähne mit der rechten Hand geputzt und Suppe gekocht habe, wartete ich auf meinen Freund, denn wir wollten wieder in´s Kino gehen. In die SneakPreview. Es kam Mandela.
Zum Abendessen gab es Spaghetti. Das geht auch mit einer Hand super zu essen.

Denn durch meine Zweihändige Aktion am Wochenende hatte ich vermehrt Schmerzen. Also ließ ich es vorerst mal bleiben.

Am Dienstag ging es dann mit dem Auto zum Arzt. Die dritte Kontrolle stand an. Wenn alles gut gelaufen wäre, dann hätte man mir bereits letzten Freitag die Fäden gezogen. Aber ich bekam einen Anpfiff, denn durch meine Ungeduld und unbedingt wieder mit Messer und Gabel essen wollen, ist die Narbe etwas aufgeplatzt. 🙁 Autofahren sollte ich auch noch nicht.

Es wurde vom Arzt dann nur ein Pflaster darauf geklebt. Endlich bin ich den Verband los. Allerdings stieg die Gefahr, den Handballen anzuschlagen. Nun war nichts mehr gepolstert.

Ich nahm mir vor, geduldiger zu sein und nur noch mit Löffel ODER Gabel zu essen. Deshalb kochte ich mir an diesem Abend Linsen, Spätzle und Wienerle. Zur Belohnung ging es dann in die Badewanne. Inzwischen habe ich auch dort die beste Technik heraus gefunden und es klappt ganz gut.

Am Mittwoch brachte ich meinen Bruder zum Arbeiten, denn ich benötigte wieder ein Auto. Nachdem ich ihn abgeliefert hatte (er fuhr uns hin und ich fuhr nach Hause), stattete ich meiner Mama einen kleinen Besuch ab und trank mit ihr Kaffee.

Gegen 9:30 Uhr ging es dann auf den Wochenmarkt und um 11 Uhr hatte ich bereits einen weiteren Arzttermin. Zum Mittagessen holte ich mir eine Marktwurst und ich konnte sie mit beiden Händen halten. Woooohoooooo!!!

Und Abends war ich bei Mama zum essen eingeladen. Es gab Hähnchen, selbstgemachtes Kräuterbutterbaguette und gemischten Salat. Alles perfekt für einen einarmigen Banditen. 🙂

Vergangenen Donnerstag bemerkte ich erst, dass ich seit mehreren Tagen ohne Schmerzmedikamente ausgekommen bin. Aber an diesem hatte ich leichte Schmerzen. Selbst an den bereits vergangenen Tagen hatte ich Schmerzen. Aber nicht mehr so starke, dass ich eine Tablette gebraucht hätte. An diesem Tag habe ich 2 Maschinen Wäsche gewaschen und aufgehängt und das Bad geputzt. Alles mit links! Aber danach musste ich auch aufhören, denn dicke Wollpullis benötigen halt mal beide Hände.

Mittags brachte ich, mit Hilfe einer Freundin, meinen Müll zur Deponie. Und dann gab es ein Feierabendbier. Der Alkohol stieg mir gleich in den Kopf…

Später wurde ich von meinem Bruder abgeholt und es ging in den Großmarkt. Anschließend landeten wir bei ihm und ich wurde bekocht. Er kochte Cordon Bleue mit Nudeln. Und so süss, wie mein Bruder ist, hat er mir das Fleisch in mundgerechte Stückchen geschnitten. Ich blieb bei ihm.

Abendessen: Cordon Bleue mit Nudeln und Sauce
Abendessen: Cordon Bleue mit Nudeln und Sauce

Am Freitag habe ich dann das Bad meines Bruders geputzt, mir die Reste vom Vorabend erwärmt, bevor mein Bruder vom arbeiten kam und mich nach Hause gefahren hatte.
Dort angekommen bin ich in die Badewanne gehüpft, um dann anschließend meine sieben Sachen zu packen. Gegen später wurde ich von meinem Freund abgeholt, um das Wochenende wieder bei ihm zu verbringen. (An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an meine Schwester, die wieder mal meinen Kater versorgte ♥) Es stand grosser Besuch an. Sein Bruder (lebt in der Nähe von Frankfurt), packte seine Lebensgefährtin und seine drei Wochen alte Tochter ein und besuchte uns.

Nach dem Abendessen (es gab Weißwürste) stellten wir uns die Frage: Fussball oder Konzert. Es ging ewig hin und her. Und wir fuhren auf das Konzert.
Es ging auch ganz gut. Okay, ab und zu hab ich die zu volle Flasche mit der echten Hand gehalten oder mir ist jemand dagegen gehüpft. Aber das habe ich ziemlich schnell gespürt. 😀

Nach nur 5 Stunden schlaf fuhren wir am Samstag morgen zu mir, denn heute stand die Ballonfahrt von Flo an! Und ich durfte mit!

Am Sonntag konnte uns das trübe Wetter nicht davon abhalten nach Hopfen am See an den Hopfensee zu fahren, um dort die erste Tour meines neu erworbenen Büchleins zu bewältigen.

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Einen Tag später, am Montag, war es dann (hoffentlich) soweit und die Fäden sollten gezogen werden. Zuerst ging es aber in die Badewanne. 😉 Jaja, ich alte Wasserratte 😛 Etwas nervös fuhr ich wieder mit dem Auto zu meinem Hausarzt. Die Fäden wurden gezogen. Sie gingen nach zwei Wochen auch erstaunlich gut heraus. Allerdings hat mich mein Arzt eine weitere Woche krank geschrieben. Dann bin ich vorerst mal VIER Wochen zu Hause. (Wer mich mit einem Blumenstrauß besuchen will, der kann das gerne tun. 😉 )
Mit der Krankmeldung in der Hand, stattete ich dann meinen Kolleginnen einen kurzen Besuch ab. Mittags kam dann eine Freundin zu Besuch, die natürlich die Info´s vom Arzt wissen wollte.

Gestern (also am Dienstag) stand Wäsche waschen auf dem Plan. Ich hatte keine Jogginghosen mehr. In der Zwischenzeit spülte ich ab. Ja, das geht so langsam recht gut. Ich kann den Spülschwamm halten! Danach startete ich den Versuch meine Wohnung zu saugen. Es funktionierte. Frag aber bitte nicht wie. Mach ich jedenfalls vorerst nicht mehr. Es glich eher wie einem schlechten Film mit dem Titel „Der Kampf mit dem Staubsauger“.

Und weil ich so gut drauf war und alles so gut funktionierte, wollte ich noch mit aller Gewalt das LAN-Kabel schön verlegen. Mit aller Gewalt sind die richtigen Worte. Denn mich hat es sehr unelegant auf die Fresse gehauen. So richtig schön unter den Esstisch! Den Kopf an der Tischkante angeschlagen, volle Kanne auf mein bereits lädiertes Knie gebumst und natürlich auch auf die rechte Hand geknallt. Zum Glück reagierte mein Gehirn noch schnell genug und ich flog nicht direkt auf die Narbe. So, das war´s dann wohl! Zuviel Übermut, tut nicht gut! 🙁 Es hieß dann wohl gammeln, denn mir tat alles weh.

Mittags konnte ich mich dann nicht mehr zusammenreissen. Ich hatte gelüste auf Kuchen. Also hab ich mir Brownies gebacken. Einhändig.

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Abendessen: Nudeln mit Wienerle und Bärlauchpesto

Nun ist Mittwoch, ich sitze seit einer gefühlten Ewigkeit hier am Laptop und schreibe. Was aber auch gut ist, denn sonst würde ich sicherlich irgendetwas in meiner Wohnung wursteln.

Was mir eben beim tippseln eingefallen ist… ich habe gar nicht erwähnt, dass ich in der Zwischenzeit auch ein leeres Glas mit der rechten Hand halten kann, mit einem kleinen und scharfen Messer schneiden und ganz kurz meinen dicken Stephen King Wälzer. Aber nur kurz. Frau muss es ja nicht gleich übertreiben. Mein Körper meldet sich eh noch von meinem gestrigen Flug. Nicht mehr so arg, aber es ist noch spürbar. Jaja, die Erdanziehungskraft und die Hoochi. Ein Herz & eine Seele. 😀
Ach! Und Dosen bekomme ich nun auch auf!

Heute werde ich es recht gemütlich angehen lassen und zunächst ausgedehnte Körperpflege betreiben. Ich darf ab heute wieder komplett in die Wanne. Halt nicht stundenlang, aber dafür komplett. Dann werde ich ein Kamillenhandbad machen, um dann anschließend meine Hand einzucremen.

Was es zum Mittagessen gibt, weiss ich noch nicht. Mir wird schon was einfallen. Bis jetzt bin ich auch noch nicht verhungert. Mittags schau ich mal, ob das ein oder andere Bild der Ballonfahrt zeigenswert ist und gegen Abend werde ich Mousakka für meinen Freund und mich kochen.

Jo, das war´s  dann mal.
Ich bin dann mal weg.

Over and Out!

Hoochi

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