Italien 22.06. – 25.06.2012

Juhuuuu!!!

Endlich war es soweit und ich konnte meine 7 Sachen packen und in mein Auto stopfen! Endlich!!!

Freitag morgen um 6:30 Uhr klingelte der Wecker. Dann hieß es zuerst Kaffee. Ohne den geht um diese Uhrzeit ja auch gar nichts. Danach noch kurz unter die Dusche und die restlichen Sachen in den Jürgen quetschen.

So voll ist er gar nicht. Ich habe schlimmeres erwartet!

Dann war es 8 Uhr und ich hab Aatzi in Wangen abgeholt. Bis dann alles von ihm im Auto war und wir die Lebensmittel für die nächsten Tage besorgt haben ging es endlich um halb 10 Uhr los Richtung Autobahn auf die A96 Richtung Lindau.

An der Grenze zu Österreich haben wir auf der Rheintal Autobahn noch schnell die Vignetten gekauft. Die 10 – Tages Vignette für Österreich und die Jahres – Vignette für die Schweiz. Nun kann es endgültig losgehen und wir können die Straße rocken!

Weiter ging es auf der A14 durch den Pfändertunnel an Bregenz, Dornbirn, Lustenau, Hohenems vorbei und bei Mader dann in die Schweiz. Entlang der A13, die auch Autoroute suisse oder auch route à péage genannt wird, um dann durch Liechtenstein zu kommen. An Vaduz, Chur, Thusis vorbei, wo wir dann auf einer Autobahnraststätte Fahrertausch betrieben und die Horde an schicken Auto´s wiedergetroffen haben, die uns zuvor alle überholten.

Kurz durch den Schwarzwald, damit ich noch einmal die Ruhe vor dem Sturm geniessen  konnte und dann ab nach Splügen, um dann über die Grenze nach Italien zu gelangen. Aber zuerst kamen viele, viele aaaaahhhh´s und whhhhhhaaaaaaaaaa´s und vorallem oooooohhhhhh´s… Und Aatzi? Der quälte wirklich meinen kleinen Jürgen den Pass hoch! Aber er hat es geschafft!

Eigentlich haben wir 3 es geschafft. Besser gesagt, wir 4, denn Uschi war auch dabei. Uschi, das Navigationsgerät. Das ich irgendwann mal so benannt habe.

In Montespluga konnten wir alle etwas durchatmen und den Ausblick auf den „Lago di Montespluga“ genießen. Die Pause hielt nicht lange an, denn schon bald kamen die nächsten Kurven. Noch gewaltiger. Und durch verdammt viele Tunnel. Die Italiener stehen darauf. Tunnel ohne Licht und mit sehr engen Kurven. Da hieß es nur noch für mich Luft anhalten, alles anspannen und durch. Aatzi grinste nur noch vor sich hin. Wenigstens ging es nun Bergab. In einer kurve kam uns ein Bus entgegen. Aatzi und ich riefen gleichzeitig „Bus!“ Danach mussten wir lachen.

Wir fuhren weiter durch Campoldocino, San Giacomo Filipo nach Chiavenna. Anschließend passierten wir Prata Camportaccio, San Cassiona, Somaggia, Campo, San Fedele, Nouva Olonio und Ponte del Passo. Dort fuhren wir dann über den Comer See, um nach Socio zu kommen.

 Nach Sorcio kamen dann noch einige kleine Dörfer. Aber immer schön gerade aus. Und es dauerte nicht mehr lange, bis wir in Domaso angekommen sind.

Nun mussten wir nur noch den Campingplatz Paradiso finden. Wir fuhren natürlich zuerst vorbei. Auf dem Rückweg haben wir ihn dann gefunden.

Jetzt mussten wir uns nur noch anmelden und dann konnten wir loslegen mit Zelt aufbauen. Das anmelden gestaltete sich etwas kompliziert. Die Dame konnte kein Deutsch und nur minimal Englisch. Aber wir haben es geschafft und bekamen gleich in der Nähe zum Strand ein Plätzchen.

Die Sonne brannte was ging, so dass wir nach dem Aufbau des Zeltes den ersten Sonnenbrand hatten. Das schrie förmlich nach Badesachen anziehen und ab in denn Comer See. Davor machten wir uns aber erstmal etwas zu essen und ich machte mein erstes Bier auf. Es gab Spaghetti mit Käsesoße. Denn ich hatte Hunger und hatte morgens nichts gegessen.

Nach dem Essen machten wir uns auf den Weg zum Strand. Wir freundeten uns gleich mal mit dem Wasser an, das schön erfrischend kühl war.

Nachdem wir uns abgekühlt hatten, machten wir uns auf den Weg und schauten uns im Dorf um. Eine Pizzeria nach der Anderen. Verhungern müssen wir wohl nicht. Uns viel gleich ein Laden auf, der eine große Auswahl an Karten hatte. Dort kaufte ich gleich mal eine… Danach schauten wir uns weiter in diesem kleinen Örtchen um. Viel zu sehen gab es ja nicht.

Schlußendlich landeten wir wieder vor unserem Zelt und tranken weiter Bier & Radler. K.O. von der Fahrt und der Hitze machten wir es uns gemütlich. Gegen später machten wir das Essen warm. Spaghetti mit Käsesoße. Die Reste vom Mittagessen.

Irgendwann wurden wir müde und verkrochen uns im Zelt. Gegen 3 Uhr wurde es ziemlich ruhig auf dem Platz und kurz darauf traf ein heftiges Gewitter bei uns ein. Ich lag wach und konnte kein Auge zumachen. Von schlafen ganz zu schweigen. Das rumpelte so heftig, dass der Boden gebebt hat. Und es regnete. Wie aus Eimern schüttete es. Ich hoffte nur, dass mein neues Zelt wasserdicht ist.

Irgendwann bin ich dann doch eingeschlafen.

Nach einer kurzen Nacht war ich um 7:50 Uhr wach und konnte nicht mehr einschlafen. Ich kroch aus dem Zelt, packte meinen Kulturbeutel und machte mich auf den Weg. Zurück am Zelt sah ich dann wie matschig es überall war.

Aatzi schlief noch und ich bereitete schon mal das Wasser für den Kaffee vor, als es wieder anfing zu regnen. Hoffentlich regnet es den ganzen Tag nicht, dachte ich mir nur. Da gab ich das Frühstück machen auf und wartete bis Aatzi mal einen Mucks von sich gab. Lang dauerte es nicht. Dann gab es Frühstück. Bzw wir beschlossen am Kiosk einen Kaffee zu trinken, denn das Wetter sah nicht gut aus und es war uns ein zu großes Risiko das Wasser auf zu setzen. Nach dem Kaffee sah der Himmel schon besser aus und wir wagten es nun doch.

Was aber ins Wasser fiel und wir ziemlich schnell alles wieder ins Zelt räumten. Inkusive uns.

Das wars dann vorerst mal und wir überlegten, was wir den ganzen Samstag im Zelt machen sollen. Buch lesen. Na toll! Da drauf hatte ich absolut keine Lust!! Falls das Wetter besser werden sollte, wollten wir nach Como fahren. Falles es besser werden sollte.

Als es aufgehört hatte (irgendwann nach dem Mittagessen), wagten wir es aus dem Zelt zu kriechen.

Und prompt kamen die ersten Sonnenstrahlen. Juhuuuu!!! Dann also doch nach Como!!

Wir stiegen ins Auto und fuhren los. Durch Gravedonna, Musso, Pianello del Lario, Cremia, San Siro, Sant´Abbondio, Menaggio, Griante, Tremezzo, Lenno, Osuccio, Collono, Argegno, Brienno, Laglio, Carate Urio, Moltrasio und Cernobbio. Durch gefühlte 8739 Tunnel, an unzähligen Mauern vorbei, sahen die vielen Villen wie zum Beispiel die Villa Carlotta, spürten, wie eng Straßen wirklich sein konnten (zum Teil kamen nicht einmal 2 Autos aneinander vorbei und mussten warten oder es begegneten einem Busse oder LKW´s), an unzähligen Zebrastreifen vorbei, die zum Teil nur Zirde waren und kamen dann durchgeschwitzt und völlig am Ende in Como an.

Dort verfuhren wir uns so dermaßen, dass wir nicht einmal mehr wussten wo wir hin müssen. Also kam die Uschi wieder ins Spiel. Sie zeigte uns den Weg aus Como heraus. Das war es wohl mit dem Ausflug nach Como. Zu Fuß haben wir dort nichts erlebt. Ich sah einiges aus dem Fenster.

Völlig fertig fuhren wir also wieder zurück. Zurück durch die zig Tunnel. Ich bekam den völligen Tunnelkoller!! Kreislaufmäßig ging es mir schon auf dem Hinweg nicht wirklich gut und mir wurde da sogar etwas übel.

Auf dem Rückweg hielten wir noch an einem Supermarkt an, denn in Domaso haben wir noch keinen gefunden und wir brauchten dringend Klopapier und Lebensmittel. Und eine Cola. Zucker. Ich hatte die Hoffnung, dass es mir dann wieder besser gehen würde.

Verschwitzt kamen wir dann auf unserem Campingplatz an und wir zogen uns recht schnell um und hüpften in den See. Danach ging es mir auch schon etwas besser. Aber noch nicht ganz. Also versuchte ich es mit Bier. Anschließend kochten wir uns was zum essen. Es war schon wieder Zeit dazu. Spaghetti al Arrabiata. Schön scharf. Aber nicht zu scharf.

Und plötzlich fing es wieder an zu regnen. Ab ins Zelt! So verbrachten wir etwas Zeit im Zelt und machten nur Blödsinn. Isomatte aufpusten und dann darauf rumwabbeln mit anschließendem Lachkrampf und fließenden Tränen. Irgendwie mussten wir ja uns die Zeit vertreiben… Der Regen hielt nicht lange an. Es war nur ein kleiner Schauer und so liefen wir noch an der Strandpromenade spazieren.

Nun ging es mir auch wieder besser. Die Cola, das Essen, das Bier und das Laufen haben mir gut getan. So dass ich mir ein Wein am Zelt gegönnt habe. Der mir ziemlich schnell ins Hirn geschossen ist. Doofer Wein!!! Aatzi hab ich wohl damit angesteckt, denn er redete auch nur noch wirres Zeug. Ich sag nur Chromatiert. Damit meinte er verchromt^^ Naja, kommt eben vor. Es wehte ein frischer Wind, so daß wir Socken, lange Jacke / Poncho und Mütze angezogen haben. Aber es war angenehm. Gegen später machten wir noch einen Mitternachtssnack. Warme Wienerle mit Kräuterbutterbrot. Yummi!

Irgendwann sind wir dann ins Zelt und haben geschlafen. Gedonnert hat es in dieser Nacht auch wieder. Und geregnet. Aber am Sonntagmorgen war alles vorbei und sogar schon wieder alles getrocknet.

Am Sonntag haben wir zuerst rein gar nichts gemacht. Ab in die Badesachen und ab an Strand. Da haben wir 5 Stunden in der Sonne gelegen und gebadet. Irgendwann war es dann doch zu heiß und mir fiel ein, dass wir sehr Sonnenstichgefährdet sind. Da sind wir eben wieder an unseren Platz und suchten uns ein kleinen Schattenplätzchen. Wo wir dann prompt eingenickt sind. Aatzi hatte eh schon einen Sonnenbrand und nach dem Nickerchen hatte ich dann auch einen.

Anschließend war mal wieder chillen angesagt. Der Tag war sooo anstrengend. Als wir uns ausgeruht haben gingen wir nochmal an den See und saßen da herum und genossen die Aussicht. Irgendwann kam der Hunger und wir beschlossen zum Essen zu gehen. Mal etwas anderes zwischen die Zähne zu bekommen als Nudeln. Wir futterten dann eine sehr leckere Pizza mit hauchdünnem Boden.

Nach dem Essen liefen wir dann mal in die andere Richtung. Da muss es doch noch mehr Läden geben. Und prompt kamen wir an einem Supermarkt vorbei. Haha! Ich wusste es doch! Mich hätte es auch gewundert, denn unsere Nachbarn fuhren mit dem Fahrrad zum einkaufen.

Wir liefen weiter und die gesamte Seepromenade entlang. Die irgendwie nie enden wollte.

Müde machten wir uns auf den Rückweg… An diesem Abend waren wir schon um 22:30 Uhr im Bett! Obwohl es unser letzter Abend war.

Der letzte Tag fing sonnig und mit 30 Grad an. Perfekt! Nur leider hatte man schon den Heimweg im Hinterkopf. Wir sonnten uns noch ein wenig und dann ging es ans zusammen packen.

Kurz darauf bezahlten wir noch den Platz, an dem wir „gewohnt“ haben und machten uns auf den Weg. Wir machten noch einen kurzen Stop an einem Laden, wo ich mir noch ein Buch über den Comer See gekauft habe.

Dann die gesamte Strecke zurück. Die Kurven fühlten sich schon besser an. Und ich hab die Tunnel gezählt. Ganze 26 Tunnel haben wir durchfahren.

Richtung Heimat fing es dann an zu Regnen und neblig wurde es.

Da wollte ich nicht wirklich nach Hause. Und ich denke Aatzi ging es nicht anders.

Und auf ging es zum Splügerpass. Nein!! Nicht schon wieder!!! Ich hab schon wesentlich früher die Krise bekommen. Schon allein beim Gedanken daran…

Da ich in Italien immer wieder von Pommes geschwärmt habe, haben wir noch eine Pause in Lindau im McDonalds gemacht und haben dort Mittaggegessen.

Danach ging es ratz fatz nach Hause. Bzw zu Aatzi. Den musste ich ja noch rauswerfen, bevor ich zu mir fahren konnte. Das ging auch ziemlich schnell und ich konnte auch heim fahren.

Als ich daheim war ging es wieder los mit Auto ausladen. Menno!! Es ging zum Glück recht schnell und inzwischen hatte es auch aufgehört zu regnen.

In der Wohnung angekommen, musste ich gleich mal auf meinen Dienstplan schauen, um zu sehen, dass ich bald wieder nach Italien fahren könnte…

3 Gedanken zu „Italien 22.06. – 25.06.2012

  1. Jaaa..es war ein zwar kurzer, aber wunderschöner Urlaub. Wann gehts wieder los??? Also ein würdiger „Southside-Notplanersatz“ Ziemlich warm, sehr chillig und schön witzig…

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